Maschinenraum

Sechs, die hinter Ihnen stehen

Eine Sache sollten wir vielleicht gleich zu Beginn klären:

Wir sind klein.

Genaugenommen sind wir nur sechs Personen – Systemadministratoren mit Herz und Seele: Jonas Pasche, Andreas Beintken, Matthias Bender, Christopher Hirschmann, Daniel Heitmann und Moritz Werner. Wir drei Erstgenannten kennen uns schon seit rund zehn Jahren und arbeiten seitdem auch erfolgreich gemeinsam im Hosting- und Linux-Bereich. Im Lauf der Folgejahre sind Christopher, Daniel und Moritz dazugestoßen und verstärken unser Team.

Als Unternehmen, das ausschließlich aus Technikern besteht, verzichten wir auf großartiges Marketing genauso wie auf die freundliche Dame am Telefon, die zwar Ihren Anruf entgegennimmt, Ihnen dann aber auch nicht weiterhelfen kann, sobald Ihre Fragen allzu konkret werden. Wir haben keine Vertriebler, die mit Ihnen Golf spielen; keine Consultants, die Ihnen mit teuren Präsentationen und Tabellen umformuliert erzählen, was sie eigentlich schon wussten.

Aber in dem technischen Bereich, in dem wir arbeiten, sind wir Profis. Wir haben schon zig Rechenzentren von innen gesehen und hinter die Kulissen geschaut (und wissen daher mehr als gut, wieso wir letztlich bei Plus.line und rh-tec hängengeblieben sind), Server von vielen verschiedenen Herstellern nicht nur gekauft, sondern uns auch deren Produktion angesehen (und haben daher unsere Gründe, wieso wir heute fast alle Server bei der Thomas-Krenn.AG einkaufen), und einige von uns haben die Branche schon seit den Anfängen des dedizierten Hostings nicht nur beobachtet, sondern konnten aktiv mitarbeiten – damals noch als Angestellte der Webagentur Domke, deren Chef Peter Domke nach Meinung von Ex-1&1-Vorstand Andreas Gauger die Ehre zuteil wird, Erfinder des dedizierten Webhostings in Deutschland zu sein (wir gehen d’accord, auch wenn seine Firma ironischerweise 2005 ausgerechnet von der Holding übernommen wurde, die sich schon viel früher mit diesen Federn schmückte, als jene ihr eigentlich noch nicht zustanden). Kurz: Wir sind junge alte Hasen, wenn's um Hosting geht.

Die Riege der »Großen« haben wir nach und nach verlassen, als klarer wurde, dass dort eine immer stärkere Orientierung zum Marketing stattfand, und handfeste und auf freier Software basierende Technik, die man erlernen und beherrschen konnte, zunehmend durch proprietäre Webinterfaces verdeckt wurde, die nur noch eine Untermenge der Möglichkeiten anbot und einen letztlich immer an einen bestimmten Hersteller banden.

Das alles hat sicherlich seine Legitimation und auch seine Zielgruppe – ist aber nicht das, worin wir stark sind und was uns soviel Spaß macht wie die intensive Beschäftigung mit der Technik, die dahintersteht: Linux und die freie Software drumherum.

Aus diesem Grund bleiben wir nach wie vor lieber beim Kern der Sache, der für uns auch bedeutet, uns nicht hinter »Das geht nicht« oder »Kaufen Sie die nächste Version« zu verstecken, sondern mit all unserem Wissen und all unserer Kreativität möglich zu machen, was mit freier Software technisch möglich (und sinnvoll) zu machen ist, kurz: Die Freiheiten, die freie Software schafft, als solche erhalten und nutzbar zu machen.

Gleichzeitig haben wir eins nicht verlernt, was uns vermutlich mehr als alles andere von den Massenanbietern der Branche unterscheidet:

Wir sind trotz aller geekiger Technikliebe immer noch ganz normale Menschen, die immer noch verständlich mit anderen ganz normalen Menschen reden können, und denen die Fragen, Aufgabenstellungen und Probleme der »echten Welt« außerhalb des Rechenzentrums« absolut nicht fremd sind. Wir sehen es als einen großen Vorteil an, Sie nicht mit zwar freundlichen, aber nur rudimentär geschulten Hotline-Mitarbeitern abzuspeisen, deren vorrangigstes Ziel ist, sie von den echten Systemadministratoren fernzuhalten und die Supportkosten niedrig zu halten. Bei uns heißt es ganz pragmatisch: Bei Anruf – Admin. Und zwar einer, der Ihre Probleme versteht und sie auch gleich in eine technische Aufgabenstellung übersetzen und jene in der Regel auch gleich selbst lösen kann – und der Sie schon an der Stimme erkennt, ohne erst nach einer Kundennummer fragen zu müssen. Und wissen Sie, worin das resultiert? In Weihnachtskarten wie der von 3A Strategy, deren Server wir seit mehreren Jahren administrieren und deren Geschäftsführer Alexander Pohl uns schreibt:

Der Haken an der Sache ist: Wir sind, wie Sie sich vermutlich denken können, keine Billigheimer. Mit einem Stundensatz von 95,20 € (netto 80,00 €) für Leistungen, die über das hinausgehen, was im jeweiligen Hostingvertrag vereinbart ist, liegen wir eher im Mittelfeld dessen, was branchenüblich ist (wenngleich immer noch weit entfernt davon, was Consulting-Firmen typischerweise berechnen). An diesem Preis lassen wir auch nicht kratzen, weil uns nicht zuletzt auch die Rückmeldung unserer Kunden immer wieder signalisiert, dass wir diesen Preis auch wert sind. Aber sollten Sie wirklich einmal aus irgendeinem Grund mit unseren Leistungen nicht zufrieden sein, wären wir die letzten, mit denen Sie nicht über Kulanz verhandeln könnten. Das kam bisher erfreulicherweise noch fast nie vor – und selbst die Kunden, bei denen es vorkam, sind heute immer noch bei uns.

Können Sie sich denken, warum?

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